Schluss mit lustig!

Das ziemlich affektierte und unkooperative Verhalten meines neu-gebrauchten Rechners hat jetzt Folgen: Er wird jetzt plattgemacht! Und ich meine: so richtig platt.
Die Zeiten, an denen ich ein solches Herumlamentieren (Fehlermeldungen, Browserabstürze etc.) in meinem Leben geduldet habe, sind ein für alle mal vorbei. Jeder, auch wenn er nur Nullen und Einsen verarbeiten kann (die arme Sau), soll merken: andere Zeiten, andere Sitten!
So Gandalf, du kleiner binärer Scheisser, jetzt zeig ich dir, was mit denen passiert, die meinen, sie könnten sich mit mir anlegen: „format c:“! (hieß es jedenfalls früher mal…)

Falls es irgendwie nicht rüberkam: ICH BIN VERSTIMMT…

Update: 

Gandalf wurde sogar mehrfach plattgemacht und meine Hoffnungen, ihn jemals wieder (bzw. erstmals) richtig zum laufen zu bringen, schwanden sozusagen minütlich. Prof. Dr. Achim Brinkmann hat aber den Mut nicht verloren. Als es jedoch fast soweit war, dass sogar er aufgeben wollte, kam ein Hinweis von Oberschwester Karo: vielleicht sind es die zwei (verschiedenen) Speicherblöcke??? (ja, Raider heißt jetzt Twix…)  Der Patient war sowieso mehr als tot, also letzter Versuch: neuer Speicher rein… und:    ER LÄUFT … ISCH WÄR’D VERRÜCKT; ER LÄÄÄUFFFT…  mit superschnuckligen 1GB.. hihi..
Jetzt hab ich Gandalf wieder lieb….

es gibt einen Gott…

… manchen schickt er die Mac-Rettung,
(und anderen hoffentlich Pickel) …

Dieser Gott (nennen wir ihn ab jetzt Günni) hat soeben per Ferndiagnostik via Fernsprechapparat (aus den alten Bundesländern – live!)  das Macproblem gelöst.
Karo und ich bauen heute abend einen Schrein mit lauter Kerzen drin und einem Bild von unserem Günni-Gott (am besten eins von denen, von der letzten Upstalsboom-Sause auf dem Dach – ich sag nur „Kaufen Sie Konserven!“). Jeden Abend werden wir also ab jetzt ein kleines Gebet murmeln und Kerzen anzünden…
Manchmal brauch es eben einfach nur ein wenig guten Willen … (Gott, denk an meine Flüche und erfüll wenigstens einen davon… lach).

Weinhändler 2.0 (naja, erstmal Beta)

… wir sind jetzt in die nächste Stufe eingetreten: Aus dem Weinladen wird jetzt Lächeln MIT Winken kombiniert.
So – bin ich jetzt total debil, wieder fünfzehn – oder wat? Jedenfalls hab ich zurückgewunken..
Und ab Montag schreiben wir uns dann Zettel, oder wie?

Es ist doch nicht zu fassen…
(aber zum Glück lerne ich ja beim Yoga, mich zu entspannen).

Suchmeldung: we need a „Mac-Spezialist “ (und ich einen Englischkurs…)

der Titel ist Programm.

Karo

hat ihren Mac abgeschossen und der Einzige, der ihr (eventuell) hätte helfen können lässt sie grad hängen.

So liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung: Wer immer meinen Blog liest (und ich hoffe doch, dass es mehr sind, als diejenigen, die ich dafür bezahle…  lach) und jemandenen kennt, der sich (richtig gut) mit Mac’s auskennt – – – H e l p – – – –
hier ist das Problem beschrieben – nur die Lösung, die dort beschrieben ist, funktioniert nicht… http://www.macuser.de/forum/showthread.php?t=295963

(nicht wundern, Karo’s Mac heisst „Sören“… keine Fragen hierzu gestattet)

Gandalf war krank…

Können Rechner „fremdeln“? Meine Freude über Gandalf’s Vorhandensein muss ich wohl nicht genügend zum Ausdruck gebracht haben, er wollte – nachdem er erst am Donnerstag bei mir eingezogen ist – schon am Samstag nichts mehr mit mir zu tun haben. Jetzt kommt nicht der Spruch aller DAU’s: „dabei hab ich doch gar nichts gemacht“, nein. Jede Menge hab ich gemacht …
Gandalf jedenfalls beschloss mich – ausgerechnet am Wochenende, wo wir endlich mal „ganz mit uns allein waren“ – mit kryptischen Fehlermeldungen zu überraschen. Am Anfang hab ich noch gedacht „ignore“. Das wiederum hat Gandalf dann wohl so aufgeregt, dass nicht nur die Meldungen alle unterschiedlich wurden (immerhin, er hat Phantasie…), sondern dass Gandalf zum Angriff überging: Totalabstürze im Minutentakt. Ich dachte mir: Freundchen, wir werden sehen, wer hier den längeren Atem hat und verfuhr weiter nach der Ingore-Methode. Fazit: Gandalf hatte den längeren Atem und ich dann Angst und Wut…
… und zwar solche Wut, dass ich gebügelt habe. Wer mich kennt, weiß was DAS bedeutet.
Gandalf kam am Montag zur OP-am-offenen-Herzen in die „Schwarzwaldklinik“ zu „Prof. Brinkmann“ (alias Achim, welcher seiner Freude nicht genug Ausdruck verleihen konnte). Nachdem die OP den ganzen Tag andauerte war abends klar, dass ich 1) wirklich „nichts gemacht hatte“ *ääätsch* und 2) Gandalf ein „klitzekleines“ Festplattenproblem hatte, welches behoben wurde – „Prof. Brinkmann“ sei Dank.
Seit gestern Abend redet Gandalf also wieder mit mir und verhält sich bis jetzt ganz manierlich. Ich hab ihm einen Post-it aufgeklebt: „Wer zickt, fliegt!“ (und wir wohnen ziemlich weit oben…).

Natürlich konnte ich mich dadurch auch noch nicht dem Projekt „Weinhändler-Implementierung“ widmen, welches daher noch auf dem Level 1.0: „tägliches Anlächeln“ verharrt…

Gandalf the Grey (oder Projektmanagement muss man eben können)

So, es ist vollbracht! Ich bin stolz auf mich! Ich habe den Verlockungen des schnuckligen Dell-Notizbuches widerstanden und mich für einen tollen PC entschieden und gekauft… (eigentlich bin ich stolz auf Karo & Phil, die es geschafft haben, mir meinen leicht pubertären „mit-Notebook-im-Park-zwischen-hippen-Webdesignern-Traum“ auszureden – zumindest bis zum nächsten Frühling). Dafür durfte Karo auch den Namen für den Rechner aussuchen: Gandalf the Grey (ich erspare mir hier jetzt einen Kommentar). Er ist schnell.. seeeehr schnell. Die Zeiten, wo ich mir beim Hochfahren Kaffee kochen konnte sind vorbei (gleichzeitig wird auch durch die Geschwindigkeit der Alkoholgenuss am Rechner eingeschränkt werden müssen, um da noch mitzukommen… merde!)
Phil hat gestern den ganzen Abend heruminstalliert und es sieht bis jetzt alles gut aus, kleine Probleme werden heute gelöst.

Nachdem also das Projekt „neuer Rechner“ erfolgreich „deployed“ wurde, steht wohl die Implementierung von „der nette Weinhändler in der Straße, der mich jeden Tag anlächelt“ an. Hier ist der „Bug“ zwar bekannt (my cowardice), konnte aber bisher noch nicht behoben werden (to be continued …). Am besten, ich geh‘ erstmal zum Friseur, das beruhigt.

ich will aber auch einen schicken Kompjuda …

Nachdem mir das Fossil, was sich derzeit noch – unter Schmerzen – seiner Tätgkeit als PC widmet, so langsam richtig auf den Geist geht sowie selbigen bald aufgibt (und meine technisch halbwegs versierten Gäste zu einem mitleidigen Lächeln und anschließendem mir-über-den-Kopf-täscheln bewegt), muss jetzt einer neuer her.. (damit wir uns nicht missverstehen, liebe Freunde: „der Neue“ ist in DIESEM Fall ein PC, kein Mann – obwohl …. auch diese Frage noch zu klären ist *lach*).

Nach einem kurzen Blick auf meine irdischen Reichtümer, (die meine Bank bisweilen zu ermahnden Zeilen bewegen), hatte ich in den letzten Tagen den Ausruf getätigt: „Gehet hinaus und besorgt mir so’n Teil, nicht teurer als 150 Euro und schnell muss dat Ding sein. Ich dachte an 3GHz“. Hört auf zu grinsen – man wird ja nochmal seine Wünsche äußern können!

Heute nun habe ich in einem Supersonderangebot bei Dell ein schnuckliges schwarzes Notizbuch entdeckt und mal so vor mich hinkonfiguriert und wieder zurückkonfiguriert. Endpreis wären ca. 480 Euronen… ich musste das Zucken im Bestelltastenfinger mit der anderen Hand unterbinden. Ich sah mich schon im Park sitzen, zwischen den ganzen hippen Studenten und Webdesignern mit meinem Schlepptopf.. und war wirklich am überlegen, ob ich mir jetzt an unserer Bundesregierung ein Beispiel nehmen und mutig in eine Neuverschuldung eintreten soll.

Diese Überlegungen wurden durch einen Anruf von Phil jäh unterbrochen: es gibt um die Ecke einen gebrauchten PC für ca. 220 Euro, der alles können und haben soll, was ich bräuchte (dabei hatte er einen Tonfall, als würde ich nur zwischen Tetris und Word3.1 hin- und her-switchen.. *maul* – wo ich doch jetzt die Weltherrschaft mit FTP und Webblogs übernehme…).

Ich muss mich bis heute 17.30 Uhr entscheiden, was ich machen soll. Weder mein Verstand noch mein Konto liefern mir Argumente, die für ein Notebook sprechen würden – ich gehe jetzt erst einmal auf’s Klo – heulen.

Zitat des Tages

„Ich weiß nicht, wohin Gott mich führt, aber wenn er diese Richtung beibehält,
schlage ich vor, dass er allein weitergeht.“

(Bruno Bettelheim, via: Universitätsbibliothek HSU Hamburg)

… dem kann ich mich heute bis jetzt nur anschließen.




„Der rote Elvis“ oder: eine Zeitreise

Heute war ich – endlich – im Kino und hab mir die Doku über Dean Reed angesehen, das Buch hatte ich schon gelesen. Endlich hatte ich ein „Opfer“ gefunden, dass sich den Film mit mir ansehen wollte (vorher gab es immer nur mitleidiges Lächeln oder Kopfschütteln).

Eine Rezension erspar ich uns, davon gibts ja bereits genug.

Es war ein guter Film und irgendwie auch wie eine Zeitreise in meine Kindheit. Ich kann mich noch ganz genau erinnern: Dean Reed war der schönste Mann im Ostfernsehen – gleich danach kamen selbstverständlich Egon Krenz und Karl-Eduard von Schnitzler … *lach*

Ich hätte – wäre ich älter gewesen – sicherlich auch als Groupie agieren können *grins*. Auch wenn ich über die 70’er- und 80’er-Jahre-Outfits und dazugehöriger Frisur nur lächeln kann – er hat schon verdammt gut ausgesehen der Kerl……

Leipzig ist toll.. und am tollsten war der Friseur!

Leipzig an sich ist bekanntlich wirklich eine schöne Stadt. Inzwischen ist es dort fast schöner als in Berlin (nein mehr ist nicht drin, ich kann -als Berlinerin- nur ein „fast“ über mich bringen).

Was aber am tollsten war, war der gestrige Friseurbesuch dort. Es war mir also nicht gelungen, dem gestrigen Dauerregen zu entgehen (wie auch…) und entsprechend sah ich aus. Da ich keine Lust hatte, den Rest des Tages als gerupftes Sofakissen herumzulaufen, dachte ich mir: beim nächsten Friseur einfach mal kurz Haare waschen & fönen lassen (Haareschneiden kam für mich nicht in Frage, soweit ging mein Vertrauen in die Leipziger nicht: bei aller Freundlichkeit und Begeisterung – man darf nicht vergessen, es sind noch immer Sachsen und die haben bekanntlich was gegen Berliner…). Also gesagt getan und den nächsten Friseur angesteuert.

Beim Betreten stellte ich fest, dass der Laden ziemlich „stylisch“ war. Als ich dann bemerkte, dass die Damen dort so eine Art Uniform trugen, fand ich das doch etwas übertrieben. Aber dekadent wurde es, als ich zum Haarewaschen auf einen riesigen Ledersessel gebeten wurde, der sich dann nicht nur auf Knopfdruck in eine Liege verwandelte – nein: diese Liege massierte mir dann während „der Behandlung“ den Rücken!!! Ich kam mir vor wie eine dieser stinkreichen Managergattinnen und versuchte, nicht auch noch deren debil-grinsenden Gesichtsausdruck anzunehmen, was mir bei der Massage von Kopf und Rücken wirklich schwergefallen ist. Natürlich tat ich so, als wäre ich in meinem ganzen Leben noch nie bei einem Friseur OHNE Massageliege gewesen….
Am liebsten wäre ich den Rest des Tages dort geblieben, einfach nur grossartig.

Entgegen meiner Befürchtung (nach dem massierenden Sessel, dem stylischen Laden und den uniformierten Friseusen) musste ich dann beim Begleichen der Rechnung nicht meine rechte Niere verpfänden, nein der Preis war nicht höher, als beim stinknormalen Berliner Friseur (die bekanntlich nicht gerade billig sind).

Ich freue mich schon jetzt auf das Gesicht meines Berliner Friseurs, wenn ich ihn nach dem Massage-Liege-Sessel frage …..